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Böllergruppe

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Der Anfang der Böllerschützen war eine Veranstaltung der Schützen bei der alle Disziplinen des BSSB vorgestellt wurden. Auf Initiative von Norbert Kulzer, der seit 1999 bereits Böllerschütze war, beschlossen Christoph Haberl und Adolf Zollner die Böllerprüfung 2013 abzulegen und eine Böllersparte zu gründen um es hin und wieder etwas krachen zu lassen.

 

Nach einem Kurs den die beiden erfolgreich abgelegt hatten wurde die Böllersparte 2014 beim BSSB angemeldet. Als Folge von einigen Trainingsschüssen 2013 wurden andere Schützenbrüder auf diese Disziplin aufmerksam und es meldeten sich 2014 schon 5 neue Böllerschützen zur Böllerprüfung an.

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2014 fanden dann erste Auftritte bei Hochzeiten und beim Wallersdorfer Volksfest statt. 2017 kam es zum zwischenzeitlich stärksten Mitgliederzuwachs mit 7 neuen Böllerschützen und den ersten Damen Carolin Hillmeier und Josefine Schnaudt. Zur Zeit sind die die Böllerschützen Wallersdorf mit dem Kommandogeber Josef Hartl 26 Schützen.

 

Seit 2017 wird auch mit einer historischen Kanone von 1871 geböllert. Diese ist aufgrund der guten Verbindungen zur Krieger- und Reservistenkameradschaft Stephansposching als Dauerleihgabe an die Böllergruppe Wallersdorf übergeben. Vorher wurde sie aber durch wesentliche Beteiligung von Norbert Kulzer grundlegend renoviert, der sie auch bei entsprechenden Anlässen bedient. Um den Transport der schweren Böller etwas zu erleichtern, wurde 2022 ein Böllerwagerl angeschafft.

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Zur Geschichte des Böllerschießen verweisen wir gerne auf die Homepage des Bayerischen Sportschützenbundes (BSSB).

 

Wissenswertes zum Böllerschießen in Bayern

Das Böllern selbst hat eine traditionsreiche und teilweise auch durch alte Chroniken belegte Geschichte, die bis in das ausgehende 15. Jahrhundert zurück reicht. Jedoch ist es trotz allen Nachforschungen bis heute nicht gelungen, das Entstehen dieses Brauchtums schlüssig nachzuweisen.

Es ist nachweisbar, dass seit Jahrhunderten im gesamten deutschsprachigen Raum, von Mecklenburg bis Tirol, von Bayern bis Westfalen und bis tief in böhmische Gebiete schon geböllert wurde.

Den spärlichen Informationen nach hat sich das Böllern aus mehreren Bereichen entwickelt. So sollte es zum einen der Abwehr von bösen Geistern und Dämonen dienen, und gleichzeitig helfen, das Wetter zu ändern und die Natur zu erwecken. Auch sollte es die Lebensfreude zum Ausdruck bringen, wenn Taufen, Geburtstage oder Hochzeiten anstanden.

Es galt mit als höchster Achtungserweis, wenn Herrscher und Könige zu Besuch kamen und mit Böllerschüssen empfangen wurden. Auch um rasche und zuverlässige Warnungen zu verbreiten wurde geböllert. So war es noch Anfang des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Teilen der Alpenländer üblich, bei Feuer, Kriegs- oder sonstiger Gefahr von den abgelegenen Gehöften der Bergbauern aus durch Böllern auf sich aufmerksam zu machen.

Seit 2009 hat der Bayerische Sportschützenbund seine eigene Böllerschützenordnung.

In dieser finden sich die Sicherheitsregeln und die Anlässe bei denen geböllert werden darf. Informationen zum traditionellen Auftreten und zu einheitlichen Schießkommandos sowie organisatorische Hilfen - eben alles was der Böllerschütze wissen und beachten sollte.

Als Böllergeräte kommen in der heutigen Zeit überwiegend Standböller, Böllerkanonen sowie Hand- und Schaftböller, die in der Regel von namhaften Böllerherstellern gefertigt werden, zum Einsatz.

Damit das Böllerschiessen nicht zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt wird, muss jeder Böllerschütze die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen, um Böllerpulver vorschriftsmäßig erwerben, verbringen, aufbewahren, verwenden und vernichten zu können.

Diese Kenntnisse muss er in einer Prüfung vor dem zuständigen Gewerbeaufsichtsamt nachweisen.

Ab diesem Jahr dauert die Böllerprüfung 2 Tage auch wird der Schütze ein polizeilich überprüft .

In Bayern gibt es momentan 720 Böllergruppen mit 9.850 Böllerschützinnen und Böllerschützen, die diese schöne Tradition betreiben.

Hoffen wir, dass das Böllerschiessen auch in Zukunft ein guter Brauch bleibt, der mit ungetrübter Freude ausgeübt werden kann.